Berufshaftpflicht für Wohnimmobilienverwalter
Die Lösung für Vermögensschaden- und Betriebshaftpflicht von Immobilienverwaltern und -maklern

Ab dem 01.08.2018 wird die Tätigkeit als Verwalter fremder Wohnimmobilien erlaubnispflichtig und versicherungspflichtig. In den entsprechenden Verordnungen wird neben einer Verpflichtung zur Weiterbildung, auch der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung in Form einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (VH) geregelt. Der zusätzliche Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung ist nicht verpflichtend, aber sinnvoll.

Neben der Vermögensschadenhaftpflichtdeckung bieten wir Ihren Mandanten auch Deckung im Rahmen der Betriebshaftplicht an. Im Downloadbereich auf dieser Seite finden Sie die Details zu Leistung und Beiträgen, die Ihnen die SV SparkassenVersicherung in Kooperation mit der ALLCURA Versicherungs AG bietet. Ist die Lösung für den Bedarf Ihres Mandanten nicht dabei? Dann fragen Sie uns an!

Wann muss die Erlaubnis vorliegen?

Wer bis zum 01.08.2018 noch nicht als Wohnimmobilienverwalter tätig war, benötigt ab dem 01.08.2018 eine Erlaubnis. Für Wohnimmobilienverwalter, die diese Tätigkeit bereits vor dem 01.08.2018 ausgeübt haben, gilt eine Übergangsfrist bis zum 01.03.2019 (sog. "Alte-Hasen-Regelung"). Während der Übergangsfrist dürfen diese Verwalter auch ohne Erlaubnis weiter tätig sein.

Welche Anforderungen gelten für die Berufshaftpflichtversicherung?

Die Versicherung muss Deckung für die sich aus der Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter ergebenden Haftpflichtgefahren für reine Vermögensschäden gewähren. Die Mindestversicherungssumme beträgt 500.000 EUR je Versicherungsfall und 1.000.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres.

Ab wann muss eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden?

Der Nachweis über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung muss spätestens bei Beantragung der Erlaubnis vorliegen. Die Versicherungsbestätigung darf nicht älter als 3 Monate sein.

Ist der Versicherungsschutz einer bereits bestehenden Berufshaftpflichtversicherung ausreichend?

Bei einer bereits bestehenden Berufshaftpflichtversicherung muss geprüft werden, ob sie den Anforderungen der neuen Pflichtversicherung entspricht. Dies dürfte regelmäßig nicht der Fall sein, da unter Umständen

  • die Versicherungssumme zu gering ist
  • keine unbegrenzte Nachhaftung vereinbart ist
  • eine abweichende Serienschadenklausel vereinbart ist
  • jede Form der Immobilienverwaltung oder weitere Tätigkeiten mitversichert sind.

Besonders der letzte Punkt wird leicht übersehen. Die neue Berufshaftpflichtversicherung betrifft nur die Verwaltung von Wohnimmobilien; für diese Tätigkeit muss die Pflichtversicherungssumme vorgehalten werden. Wenn noch die Verwaltung von Gewerbeimmobilien oder weiteren Tätigkeiten, wie z. B. die Tätigkeit als Immobilienmakler, in der Pflichtversicherungssumme mitversichert werden, steht die Pflichtversicherungssumme nicht mehr ausschließlich für die Wohnimmobilienverwaltung zur Verfügung. Für alle diese bislang mitversicherten Tätigkeiten muss deshalb entweder eine separate Versicherung, oder im Rahmen des gleichen Vertrages, eine eigene Versicherungssumme vereinbart werden.